Gründung und Entwicklung des Ortsverbandes

Am 12. Juli 1973 gründen 30 FDP-Mitglieder in Neuenkirchen den FDP-Ortsverband Sulingen-Nord für den Bereich der künftigen Samtgemeinde Schwaförden. Den Vorstand bilden Udo Quade, Wesenstedt, als Vorsitzender, Heinrich Hudemann, Sudwalde, und Heinrich Dahms, Schweringhausen, als stellvertretende Vorsitzende, Werner Löhmann, Schmalförden, als Schriftführer und Hans-Helmut Beiersdorf, Schmalförden, als Schatzmeister. Es werden zehn Beisitzer benannt.

Im November 1974 sind im Ortsverband über 50 Mitglieder aktiv. Damit ist der Ortsverband der mitgliederstärkste im Landkreis. Im Samtgemeinderat ist die FDP mit 8 von 19 Sitzen die stärkste Fraktion.

1975 löst Heinrich Hudemann Udo Quade als Vorsitzenden ab. Als stellvertretende Vorsitzende werden Heinrich Töpperwien aus Heideloh und Udo Quade gewählt. Schatzmeister bleibt Hans-Helmut Beiersdorf, Schriftführer wird Heinrich Grube aus Mallinghausen.

Werner Köppen aus Schwaförden löst Heinrich Hudemann 1979 als Vorsitzender des Ortsverbandes ab. Stellvertretende Vorsitzende werden Rosemarie Krause aus Sudwalde und Udo Quade. Schatzmeister und Schriftführer bleiben Hans-Helmut Beiersdorf und Heinrich Grube.

Fritz Hinrichs aus Ehrenburg wird 1986 neuer Schatzmeister. Der übrige Vorstand wird bestätigt.

Nach 29 Jahren löst Heinrich Wulferding aus Wulferding Werner Köppen als Vorsitzenden des Ortsverbandes ab. Zu stellvertretenden Vorsitzen werden Bernd Wulferding aus Brelloh und Dr. Jochen Meyer aus Cantrup gewählt. Kassenwart bleibt Walter Stubbemann und zum neuen Pressewart wird Bernd Hoormann aus Neuenkirchen gewählt. Der Ortsverband Schwaförden zählt im Jahre 2008 41 Mitglieder.

 

Persönlichkeiten aus unserem Ortsverband

Fritz Logemann

Ein anerkannter Agrarpolitiker

Fritz Logemann wurde am 9. Juni 1907 in Vohrde geboren. Seit 1929 bewirtschaftete er seinen landwirtschaftlichen Betrieb in Vohrde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges trat Fritz Logemann in die Deutsche Partei ein. Nach Auflösung der DP im Jahre 1961 trat er der FDP bei.

Von 1951 bis 1957 war Fritz Logemann Landtagsabgeordneter in Hannover. Von 1957 bis 1976 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 1969 bis 1976 Parlamentarischer Staatsekretär beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Kurzer Auszug aus einem Artikel zum 100. Geburtstag von Fritz Logemann:

„(…) Der liberale Politiker hat sich einen Ehrenplatz in den Annalen des FDP-Kreisverbandes Diepholz erworben, denn er bestimmte über viele Jahre die aktuelle Politik auf Kreis-, Landes- und Bundesebene entscheidend mit. (…) Mit stehenden Ovationen wurde Fritz Logemann am 30. März 1984 auf dem Kreisparteitag in Bassum zum Ehrenvorsitzenden der FDP im Landkreis Diepholz gewählt (…) Bei den Erststimmen (zur Bundestagswahl 1961) erreichte Fritz Logemann in seinem Heimatkreis Diepholz 13.539 Stimmen = 34,6 %, (…). Das war das beste Ergebnis, das die Liberalen im Landkreis Diepholz bei Bundestagswahlen vorher wie später jemals erzielten. Der Wahlkreis war außerdem bei dieser Bundestagswahl derjenige, in dem es die FDP auf die höchste prozentuale Steigerung im gesamten Bundesgebiet brachte.“

Am 24. September 1993 verstarb Fritz Logemann im Alter von 86 Jahren in Diepholz.

Heinrich Jürgens

„Wi könt dat, un wi mokt dat."

Heinrich Jürgens wurde am 28. Juli 1924 in Öftinghausen auf dem elterlichen Betrieb geboren. Nach abgeschlossener landwirtschaftlicher Meisterprüfung bewirtschaftete Heinrich Jürgens den Betrieb bis 1974.

Heinrich Jürgens war zunächst Mitglied der Deutschen Partei und wechselte 1959 zur FDP. Heinrich Jürgens gehörte von 1960 bis 1974 dem Rat der Samtgemeinde Schwaförden an. Siebzehn Jahre war Heinrich Jürgens Bürgermeister der Samtgemeinde Schwaförden (1974-1990). Von 1964 bis 1986 war er Kreistagsabgeordneter im Landkreis Diepholz, dessen Landrat er von 1968 bis 1977 war.

Dem Niedersächsischen Landtag gehörte Heinrich Jürgens von 1974 bis 1978, von 1982 bis 1984 und von 1986 bis 1994 an. Von 1986 bis 1990 war er niedersächsischer Minister für Bundes- und Europangelegenheiten. Mitglied des Europäischen Parlamentes war er von 1979 bis 1984. 1978 wurde er Landesvorsitzender der FDP Niedersachsen, die er bis 1991 führte. Seit 1991 war er Ehrenvorsitzender der FDP Niedersachsen.

Kurzer Auszug aus einem Nachruf für Heinrich Jürgens:

„(…) Heinrich Jürgens war eine beeindruckende Persönlichkeit. Sein Wesen, sein Auftreten, seine Stimme, seine Linie, auch seine Geschichten, bleiben unvergessen. Er war der liberale Niedersachse schlechthin, „sturmfest und erdverwachsen“, knorrig und liebenswürdig.“

Am 4. August 2006 verstarb Heinrich Jürgens im Alter von 82 Jahren.